Meistersäge.de
Start » Kreissägen » Handkreissäge Test » Einhell TE-CS 18/150

Einhell TE-CS 18/150 im Test

Auch wenn ich lieber die Handkreissägen aus der Mittel- und Oberklasse ausführlich teste, kommen mir die Einhell-Geräte trotzdem immer wieder in die Finger.

Der Erfolg des Herstellers vieler Elektro-Werkzeuge, begründet sich im Supergünstig-Format. Was aber nicht bedeutet, dass die elektrischen Sägen von Einhell minderwertig oder schlecht sind!

Auch wenn ich lieber die Handkreissägen aus der Mittel- und Oberklasse ausführlich teste, kommen mir die Einhell-Geräte trotzdem immer wieder in die Finger.

Der Erfolg des Herstellers vieler Elektro-Werkzeuge, begründet sich im Supergünstig-Format. Was aber nicht bedeutet, dass die elektrischen Sägen von Einhell minderwertig oder schlecht sind!

Bis jetzt hat er mir gute Dienste geleistet, aber ich muss was die Leistungsfähigkeit betrifft kleinere Einbußen hinnehmen und das ist bei den Kreissägen des Herstellers ähnlich.

Mit der Einhell TE-CS 18/150 empfehle ich euch wieder einmal ein Werkzeug, das euch neben vielen anderen Versionen in der Kategorie der Handkreissägen zur Auswahl zur Verfügung steht.

Akku-Preistipp

Preiswerte Akku-Handkreissäge für präzise Schnitte.

Für gelegentliche Schnitte

Bester Preis

Sanftanlauf

Ohne lästiges Kabel

Keine Profi-Säge

Ohne Motorbremse

Datenblatt zur Einhell TE-CS 18/150

Erster Eindruck

Der große Vorteil dieser Säge liegt ganz klar im Preis. Beim Vergleich mit anderen Handkreissägen musste ich feststellen, dass die TE-CS 18/150 lediglich leichte Abweichungen bezüglich der Funktionen besitzt. Und sich ansonsten erstaunlich vielseitig für Längs-, Quer- und Gehrungsschnitte einsetzen lässt.

Das Set ist wirklich überschaubar: Es ist neben dem Adapter für die Absaugung und der Bedienungsanleitung, ein Parallelanschlag mit dabei. Ich habe für die Einhell TE-CS 18/150 keine Führungschiene dazu gekauft, da ich schon jede Menge Führungshilfe besitze. Allerdings könnt ihr die noch dazu bestellen.

Einen Akku und das passende Ladegerät dazu habe ich schon gehabt, da ich ja wie bereits geschrieben, einen Akku-Schrauber von Einhell besitze. Deshalb habe ich die Single-Version gekauft. 

Der Parallelanschlag lässt sich wie von anderen Handkreissägen gewohnt, seitlich einführen.

Den Anschlag für Parallelschnitte könnt ihr je nachdem wie breit die Werkstücke werden sollen, in den Sägeschlitten einschieben. Über die Feststellschraube habt ihr dann die Möglichkeit, den Parallelanschlag zu fixieren.

Beim Festdrehen müsst ihr noch etwas Spiel mit einplanen, da sich der Anschlag in Drehrichtung 1 bis 2 mm mit bewegt. Das ist bei vielen Handkreissägen so und kein großes Problem, denn den Dreh für die exakte Einstellung habt ihr ziemlich schnell raus.

Die Einhell TE-CS 18/150 liegt super in der Hand und die Säge lässt sich über den seitlichen Hebel bequem und problemlos mit dem Daumen oder Zeigefinger entriegeln.

Der Sägeschlitten ist gut verarbeitet und auch die Kanten sind alle sauber entgratet. Das Herstellungsverfahren das Einhell hier angewandt hat ist mir nicht bekannt, aber ich vermute irgendein Gussverfahren.

Vorne befinden sich die 2 üblichen Markierungen für Schnittlinien mit 0° und welche mit 45°.  Außerdem gibt es eine Skalierung, welche allerdings nicht nummeriert ist. Sie dient dazu, die grobe Breite vom Werkstück abschätzen zu können, wenn sich seitlich eine Hilfslinie, der Rand oder etwas ähnliches befindet.

Die Einhell TE-CS 18/150 besitzt leider keine Hinterschnittfunktion. Der Winkel lässt sich lediglich zwischen 0° und 45° einstellen und über die Feststellschraube fixieren.

Eine hohe Genauigkeit beim Gehrungsschnitt ist mit dieser Akku-Handkreissäge problemlos möglich, wie ihr später im Praxistest noch sehen werdet.

Das Sägeblatt hat einen Durchmesser von 150 mm und lässt sich aufgrund der Spindelarretierung sehr einfach wechseln. Ihr könnt also den Antrieb mit der Arretierung blockieren, damit sich der Antrieb beim Lösen der Schraube nicht mit dreht.

Einige Heimwerker regen sich in Kundenrezensionen darüber auf, dass der Bohrungsdurchmesser lediglich bei 10 mm liegt und deshalb fast ausnahmslos ein paar wenige Sägeblätter von Einhell in Frage kommen.

Ich verstehe das schon, denn der Innendurchmesser ist wirklich zu klein um flexibel auch andere Kreissägeblätter einsetzen und damit andere Materialien bearbeiten zu können.

Das Arbeits-LED-Licht ist hell genug. So wird der Arbeitsbereich optimal ausgeleuchtet.

Die Akkus aus der Power-X-Change (18 V) passen in die Einhell Handkreissäge. Für meinen Akku-Schrauber habe ich einen 1,5 Ah Akku den ich auch für meine Handkreissäge verwende.

Ich empfehle euch aber eher einen Akku mit einer Ladungskapazität von 4,0 Ah zu kaufen, insbesondere dann wenn ihr längere Sägearbeiten mit der TE-CS 18/150 durchführen wollt.

Unterschiede zwischen der Einhell TE-CS 18/150 und der Makita DHS680Z

Da es sich um eine kabellose Handkreissäge handelt, habe ich sie gleich direkt mit der Makita DHS680Z verglichen.

Die Verarbeitung ist ähnlich gut, nur die Einhell ist etwas kleiner. Schließlich besitzt das Kreissägeblatt auch einen kleineren Durchmesser, von lediglich 150 mm statt 165 mm wie bei der Makita.

Viele von euch die sich für eine Akku-Handkreissäge interessieren, stehen wahrscheinlich vor der Entscheidung, ob sie sich die Makita holen oder die Einhell ausreicht.

Deshalb habe ich einmal einige Gemeinsamkeiten der Makita DHS680Z und Einhell TE-CS 18/150 zusammengetragen:

1

Beide Handkreissägen besitzen ein Arbeitslicht (LED)

2

Die Geräte verfügen über einen Parallelanschlag

3

Es gibt eine Akku-Anzeige (Ladestand)

4

Die DHS680Z (mit Adapter) und die TE-CS 18/150 sind führungsschienentauglich

5

Für die Absaugung gibt es einen Adapter der stabil und fest sitzt

6

Exakte Gehrungsschnitte sind mit beiden Sägen möglich

7

Die Betriebsspannung beider Handkreissägen liegt bei 18V

Die Unterschiede zwischen beiden Handkreissägen:

1

Makita hat das Sägeblatt links und die Einhell rechts vom Motorblock

2

Die DHS680Z besitzt ein 165er und die Einhell TE-CS 18/150 ein 150er Sägeblatt

3

Der Schnittwinkel geht bei der Makita bis 50° (Hinterschnittfunktion)

4

Im Direktvergleich hat die Makita DHS680Z etwas mehr Power als die Einhell

5

Die maximale Schnitttiefe ist bei der Einhell (48 mm) geringer als bei der Makita (57 mm)

6

Im Vergleich zur DHS680Z ist die Einhell TE-CS 18/150 etwas leiser im Betrieb

7

Die Makita besitzt einen Motorstopp und keinen Sanftanlauf – bei der Einhell ist es genau umgekehrt

8

Die TE-CS 18/150 besitzt eine geringere Leerlaufdrehzahl

Einhell TE-CS 18/150 Praxistest

Wenn ihr eine Handkreissäge für Vollprofis sucht, dann könnt ihr jetzt getrost aufhören hier weiter zu lesen und euch nach einem anderen Gerät auf meiner Webseite umsehen.

Denn schon bei den ersten Probeschnitten habe ich den Unterschied hinsichtlich der Schnittleistung zu anderen Geräten feststellen können. Mehr dazu später im Fazit.

Mich mit der Einhell TE-CS 18/150 durch 30 mm starkes Leimfichtenholz zu arbeiten, stellte überhaupt kein Problem dar.

Da ich besonders an der Schnittqualität interessiert war, habe ich natürlich quer zur Faser und mit einem mittelstarken Vorschub gesägt. Je größer die Vorschubgeschwindigkeit, desto häufiger bilden sich Fransen und überstehende Holzfasern an der Schnittkante. 

Da das Sägeblatt lediglich eine Schneidbreite von 1,5 mm und einen kleineren Durchmesser besitzt, ist der Spanabtrag bei 24 Zähnen trotzdem feiner als bei anderen Handkreissägen.

Und deshalb entsteht mit der Einhell TE-CS 19/150 auch eine schönere Schnittkante, mit wenig abstehenden Holzfasern. Lediglich beim Sägeblattaustritt (hinten = rechts im Bild) sind ein paar Fransen entstanden.

Tipp: Wenn ihr die Schnitttiefe der Handkreissäge etwas größer einstellt (beispielsweise 35 mm) als die Materialstärke (bei mir 30 mm), entsteht eine noch feinere Schnittkante als wenn ihr mit den vollen 48 mm arbeitet.

Wundert euch nicht über die vielen Schnitte im Balken, an dem führe ich immer die Schnitttiefentests durch. Demnächst kaufe ich mal einen neuen Balken, ist nämlich mittlerweile ganz schon eng geworden. Um die Schnitttiefe der Einhell TE-CS 18/150 zu testen, habe ich aber noch eine freie Stelle gefunden ;).

Bisher kam es auch nie vor, dass ich mit einer Säge Probleme hatte, mich durch das volle Material zu sägen. Bei der Einhell ist lediglich die Drehzahl im Vergleich etwas mehr eingebrochen. Die vom Hersteller angegebene Schnitttiefe von 48 mm bei Nullwinkelstellung, habe ich jedoch exakt erreicht.

Um Gehrungen mit der Handkreissäge zu schneiden, empfehle ich nicht so wie ich es getan habe zu machen. Normalerweise sollte die Handkreissäge ordentlich geführt werden, denn durch eine leichte Abweichung in der horizontalen durch unachtsame Bewegungen, kann ein enormer Druck auf dem Sägeblatt entstehen.

Bei dem kurzen Stück welches ich da gesägt habe, ging es aber noch. Längere Schnitte im Winkel größer als Null Grad bitte immer geführt machen!

Wie ihr sehen könnt, hatte ich auch etwas Ausriss am Ende, das währe mit einer Führungsschiene nicht passiert!

Das Ergebnis was die Winkelgenauigkeit betrifft, kann sich trotzdem sehen lassen. Ich hatte 45° eingestellt und es sind 45,1° geworden, wobei es sich da auch um einen kleine Abweichung durch Messfehler handeln kann.

Einhell TE-CS 18/150 Testergebnisse

Klar, es handelt sich auch um eine Akku-Handkreissäge und die haben in der Regel weniger Power und die Einhell hat ein kleines Sägeblatt, aber beim Schnitttiefentest ist zum Beispiel die Drehzahl schon etwas mehr eingebrochen als ich es gewohnt bin.

Genau das Gleiche ist beim Gehrungstest der Fall gewesen. Für Handwerker mit sehr hohen Ansprüchen ist sie also eher weniger gut geeignet.

Ich finde das Sägeblatt einfach zu klein. Mit 48 mm Schnitttiefe bei 90° stehen euch während dem Gehrungsschnitt bei 45° gerade einmal lächerliche 32 mm zur Verfügung. Damit fällt sie für einige Sägearbeiten einfach durchs Raster und ist fürs Grobe wirklich nicht geeignet.

Ansonsten habe ich an der Säge überhaupt nichts auszusetzen. Mir gefällt sie ja eigentlich sehr gut, aber ich will ehrlich mit euch sein und dazu gehört eben das was ich gerade geschrieben habe. Wenn ihr viele dicke lange und große Werkstücke bearbeiten wollt, dann legt euch eine andere Handkreissäge zu!

Die Handhabung der Einhell TE-CS 18/150 bewerte ich mit 90 Punkten – „Sehr Gut“

Da gab es keine großen Probleme. Ich finde die Einhell ist sehr umgänglich und einfach zu bedienen. Neueinsteiger die noch nie mit einer Handkreissäge gearbeitet haben, werden sich mit ihr leicht tun.

Besonders das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen der Säge, haben mir neben dem hohen Arbeitskomfort wirklich sehr gut gefallen.

Finde es super, dass es einen Sanftanlauf gibt, aber es fehlt leider die Motorbremse, was ich bei der Preisklasse aber auch nicht erwarte.

Was die Schnittleistung betrifft, so vergebe ich hier 80 Punkte – „Gut“

Ich habe es weiter oben schon geschrieben. Kurz und knapp: Die Einhell TE-CS 18/150 ist eine super Säge für einfache Arbeiten.

Wenn ihr es aber mit sehr großen Werkstücken zu tun bekommt, dann sind die 48 mm Schnitttiefe und die Leistungsfähigkeit der Säge einfach nicht ausreichend!

Die Einhell TE-CS 18/150 besitzt eine hohe Präzision, welche ich mit 95 Punkten bewerte – "Sehr Gut"

Die Schnittgenauigkeit ist in jeder Hinsicht der Hammer bei diesem günstigen Preis. Ich finde, es gibt da auch kaum einen Unterschied zur Makita DHS680Z. Beide können vom Niveau her gleiche Schnittergebnisse erzeugen, wenn die Materialstärke sich in Grenzen hält (etwa 20 bis 35 mm).

Das Preis-/Leistungsverhältnis liegt meiner Meinung nach auch bei 90 Punkten – "Sehr Gut"

Ich hab bisher keine Handkreissäge getestet die so günstig war und mit der ich trotzdem so saubere/exakte Schnitte sägen konnte. 

Mehr als 90 Punkte wollte ich aber auch nicht vergeben, weil die Schnitttiefe für meinen Geschmack etwas zu Mager ist.

Akku-Preistipp

Preiswerte Akku-Handkreissäge für präzise Schnitte.

Für gelegentliche Schnitte

Bester Preis

Sanftanlauf

Ohne lästiges Kabel

Keine Profi-Säge

Ohne Motorbremse

Fazit zur Einhell TE-CS 18/150

Samuel Heller

Wenn wir die Einhell-Handkreissäge einmal aus der Perspektive des Heimwerkers betrachten der sparen will und präzise Schnitte braucht, dann kommt ziemlich schnell Begeisterung auf. 

Und noch begeisterter bin ich, weil es noch größere Versionen der Einhell TE-CS 18/150 gibt und das Problem mit der dürftigen Schnitttiefe auch aus der Welt sein dürfte. Nur müsst ihr für diese Modelle natürlich mit etwas mehr Budget rechnen.

Hinzu kommt, dass ich die Schnauze von den älteren Brüllmaschinen auch trotz Ohrenschützer satt habe und die Einhell wesentlich weniger Krach gemacht hat als die anderen Handkreissägen.

Wenn ihr euch meinen Testbericht genau durchgelesen habt, dann wisst ihr sicherlich ob die Handkreissäge euren Anforderungen gerecht wird oder nicht. Für feine bis mittelgrobe Sägeschnitte gebe ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Besonders wenn ihr sparen müsst und die Säge nur gelegentlich nutzt, ist diese Anschaffung sinnvoll.