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Säbelsäge Test 2021: Vergleich der besten Reciprosägen

SAMUEL HELLER
Akt. 7. Mai 2021

In diesem Ratgeber stelle ich euch die besten Säbelsägen vor. Der Vergleich basiert auf Kundenbewertungen und Testberichten anderer Käufer. Einen ausführlichen Praxistest werde ich demnächst durchführen und die Ergebnisse ebenfalls hier veröffentlichen.

Eine Säbelsäge gehört zu den flexiblen Werkzeugen eines guten Handwerkers. Sie wird den Universalsägen zugeordnet und lässt sich vielfältig nutzen.

Beim Kauf gibt es aber einiges zu beachten. Unter anderem sind Einsatzgebiet, Leistung, maximale Schnitttiefe, Hubhöhe, das richtige Sägeblatt, Reinigung, Akku- oder Kabelbetrieb wichtige Kriterien. Im Säbelsäge Test 2021 gehe ich auf die Punkte ein und bewerte die Geräte.

Kurzüberblick

Säbelsägen kannst Du vielseitig verwenden. Sie eignen sich gut für die Verarbeitung von Holz, Kunststoff und Metall.
Im Vergleich zu anderen Säge-Typen, kommen sie für Arbeiten an schwer zugänglichen besonders in Frage.
Es gibt Akku-Säbelsägen und kabelgebundene Modelle. Akku-Geräte bieten mehr Bewegungsfreiheit, sind aber etwas schwächer.
Für das Sägen von Holz, Kunststoff und Metall, werden verschiedene Sägeblätter benötigt.

Säbelsäge Test: Die besten Modelle

Bestes Kabelgebundene Gerät
Beste Akku Säbelsäge
Beste Säbelsäge mit stufenloser Hubzahlregelung

Beste elektrische Säbelsäge

Mit der Bosch Säbelsäge GSA 1100 E Professional machst Du nichts verkehrt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut. Im Test hat mich die Tigersäge überzeugt.

Das Gerät bietet genug Leistung. Es sorgt für schnelle Ergebnisse bei der Bearbeitung von Holz und Metall.

Hohe Leistung
Bosch GSA 1100 E Professional

1.100 Watt Leistung (Anschlusswert)

Integrierte LEDs für bessere Sicht

Stufenlose Drehzahlvorwahl

Sägeblattaufnahme leiert mit der Zeit aus

Dank dem schlanken Design, hast Du in jeder Arbeitssituation optimale Sicht. Mit 1.100 Watt geht die Arbeit auch superschnell voran. Aufgrund der Leistungsklasse, sind bei Holz Schnitttiefen bis zu 230 mm und bei Metall bis zu 20 mm kein Problem. Entsprechende Sägeblätter befinden sich im Lieferumfang.

Ein leistungsstarker Motor sorgt natürlich auch für etwas Gewicht. Die Bosch Säbelsäge GSA 1100 E Professional bringt 3,9 kg auf die Waage und misst 34,7 x 7 x 22 cm, damit bewegt sie sich im Mittelfeld. Die Handhabung und der Transport sind jedoch wegen der kompakten Form kein Problem.

Beste Akku-Säbelsäge

Unter den kabellosen Geräten ist die Bosch Akku Säbelsäge AdvancedRecip 18, die beste Akku-Säbelsäge. Sie ist leicht und hat trotzdem genug Kraft um Holz bis zu einer Schnitttiefe von 100 mm im Winkel von 90 Grad bearbeiten zu können.

Beste Allrounder
Bosch AdvancedRecip 18

Hoher Arbeitskomfort (weniger Vibrationen)

Einfacher Sägeblattwechsel

Leistungsstark

Für lange Sägearbeiten sind mehrere Akkus notwendig

Für kleine Hände weniger gut geeignet

Der Hersteller liefert dieses Gerät als Set, Du bekommst also neben der Säbelsäge noch einen Akku, ein Ladegerät Säbelsägeblätter.

Die Modelle von Bosch stehen für Qualität und eine lange Lebensdauer. Hier brauchst Du dir bezüglich der Belastungsreserve, keine Sorgen machen. Sowohl Getriebe, Lager als auch das Gehäuse sind ziemlich robust und hochwertig verarbeitet.

Das Sägeblatt lässt sich super einfach wechseln, ohne dass noch extra Werkzeug benötigt wird. Es gibt zusätzlich noch eine LED-Beleuchtung, so hast Du immer alles im Blick.

Beste Säbelsäge mit stufenloser Hubzahlregelung

Solltest Du die Säbelsäge nicht so oft benutzen wollen und musst beim Kauf auf den Preis achten, dann ist vielleicht die Einhell Universalsäge TC-AP 650 E etwas für Dich.

Sie besitzt eine stufenlose Hubzahlregelung und Du kannst sowohl Holz als auch Metall damit bearbeiten.

Bester Preis
Einhell Universalsäge TC-AP 650 E

Werkzeugloser Sägeblattwechsel

Stufenlos regelbare Hubzahl-Regelelektronik

Werkzeuglos verstellbarer Sägeschuh 

Bosch-Sägeblätter passen mittlerweile nicht mehr

Deutlich weniger Leistung als die Bosch-Säbelsäge

Bei Holz kommst Du mit der Säbelsäge von Einhell auf eine maximale Schnitttiefe von 150 mm, dann ist aber so langsam schluss. Aluminium kannst Du nur bis 10 mm sägen.

Ich bin nicht so begeistert davon, dass sich nur ein einziges Sägeblatt im Set befindet. Daher ist sie für die Baustelle und Profis meinem Test nach zu urteilen, nicht so gut geeignet. Für Gelegenheitsnutzer und Heimwerker stellt diese Säbelsäge aber eine günstige Alternative dar.

Insgesamt stufe ich das Modell als vergleichsweise klein ein, denn die Leistung liegt lediglich bei 650 Watt.

Das richtige Säbelsägeblatt

Sägeblätter von Säbelsägen sind von der Struktur her sehr vielseitig. Du benötigst für unterschiedliche Materialien auch verschiedene Einsätze um den Werkstoff bestmöglich bearbeiten zu können. Zwar sind die Blätter in der Standardausführung meistens speziell gehärtet, doch für einen sauberen Schnitt ist die Ausrichtung der Zähne entscheidend.

Metall

Für Metall solltest Du ein Sägeblatt mit einer sehr eng anliegenden, also besonders feinen Zahnung auswählen.

Holz

Weiche Materialien wie Holz und Kunststoff hingegen, lassen sich mit großen Spanlücken (grob) besser bearbeiten.

Stein

Um Porzellan, Stein und Mauerwerk bearbeiten zu können, ist ein Sägeblatt mit Carbide-Zähnen sehr gut geeignet.

Sind die Zähne positiv, also nach vorn geneigt, lässt sich Holz schneller sägen. Allerdings sind die Sägeblätter bei Säbelsägen meistens negativ, da die Zähne durch plötzlich starken Widerstand zum Beispiel durch einen Nagel, auf einmal abbrechen können.

Beim Kauf musst Du damit rechnen, dass Sägeblätter mit enger Verzahnung für härtere Materialien, wesentlich preisintensiver sein können. 20 bis 30 € für ein gutes Säbelsägeblatt sind keine Seltenheit.

Worauf beim Kauf einer Säbelsäge achten?

Ein echter Test oder Erfahrungsbericht, sowie Kundenrezensionen anderer Käufer, geben klare Hinweise darauf, welche Säbelsägen eine gute Qualität besitzen. Meiner Erfahrung nach, sind elektrisch betriebene Säbelsägen von den Marken Bosch, Makita, Einhell und Dewalt immer eine gute Wahl. Doch damit Du auch tatsächlich das richtige Gerät für Dich finden kannst, müssen noch andere Faktoren in die Kaufentscheidung mit einfließen:

✔ Betriebsart
✔ Leistung
✔ Sägeblatt
✔ Hubzahl
✔ Schnitttiefe
✔ Gewicht
✔ Handhabung
✔ Zubehör
Auch die Lebensdauer spielt meiner Meinung nach eine Rolle, doch hier kannst Du nur Deine eignen Erfahrungen machen oder auf Kundenberichte zurück greifen.

Betriebsart

Grundsätzlich hast Du die Wahl zwischen kabelgebundenem und Akkubetrieb. Säbelsägen mit Akku haben den Vorteil, dass es kein hinderliches Kabel gibt. Allerdings besitzen die Geräte eine geringere Leistung und Schnitttiefe.

Leistung

Der Leistungsbedarf ist ein ganz entscheidendes Kaufkriterium. Bei Säbelsägen wird sie in Watt angegeben. Eine höhere Leistungsaufnahme bedeutet auch eine bessere Schnittleistung, wenn der Motor hochwertig ist.

Sägeblatt

Bei Metallen, Beton und Kunststoff, kommen normale Säbelsägen für Holz an ihre Grenzen. Idealerweise befinden sich entsprechende Sägeblätter im Lieferumfang. Manchmal gibt der Hersteller an, für welche Werkstoffe die Universalsäge geeignet ist.

Hubzahl

Bei einer Säbelsäge ist die Hubzahl so etwas ähnliches wie die Umdrehungszahl. Sie sagt aus, wie viele Bewegungen das Messer pro Minute nach vorn und hinten schafft. Standard sind 2750 bis 3000 Hübe pro Minute. Ist sie größer, arbeitet sich die Säge schneller durch das Werkstück

Schnitttiefe

Die elektrische Leistungsaufnahme der Säbelsäge, stellt nicht die tatsächliche Arbeitsleistung der Säbelsäge dar. Wie effizient eine Universalsäge tatsächlich arbeitet, findest Du über die Schnitttiefe heraus. Als Richtwert empfehle ich für Holz eine Schnitttiefe von mindestens 100 mm.

Gewicht

Wenn häufig und lange gearbeitet wird, schmerzen Arme und Schultern besonders schnell. Eine Säbelsäge die über 4 kg wiegt, ist deshalb nicht empfehlenswert. Natürlich hat auch die Motorgröße einen starken Einfluß. Es gibt jedoch genügend leistungsstarke Säbelsägen, die gar nicht so viel Gewicht mit sich bringen.

Handhabung

Besitzt die Säbelsäge eine schmale Form, wird die Gefahr des Abrutschens deutlich reduziert. Dadurch sinkt auch das Verletzungsrisiko. Die Ergonomie und damit verbundene Handhabung, sollte deshalb mit in die Kaufentscheidung fließen.

Zubehör

Bei einer sehr günstigen Akku-Säbelsäge kannst Du damit rechnen, dass Akku und Ladegerät nicht mit im Set enthalten sind. Manche Modelle besitzen außerdem nur ein einziges Sägeblatt für die Säbelsäge, dann musst Du unter Umständen noch weitere dazu kaufe. Ein Koffer für die Säge wäre auch nicht schlecht.

Welche Alternativen zur Säbelsäge gibt es?

Eventuell wird bei Deinen Arbeiten nicht zwingend eine Säbelsäge benötigt und Du kannst auf alternativ elektrisch betriebene Sägen zurückgreifen. Empfehlenswert sind zum Beispiel die Kappsäge, Dekupiersäge, Handkreissäge und Stichsäge.

Vor- und Nachteile einer Akku Säbelsäge

Wie bereits mehrfach erwähnt, ist die Entscheidung ob es eine Akku-Säbelsäge sein soll oder ein Modell mit Kabel, grundlegend beim Kauf. Akku-Geräte bieten wesentlich mehr Flexibilität beim Arbeiten.

Vorteile:

Für enge Stellen besser geeignet

Es wird keine Steckdose benötigt

Kein lästiges Kabel beim Arbeiten

Für enge Stellen besser geeignet

Nachteile:

Muss geladen werden

Leistung abhängig von Ladung

Geringere Schnitttiefe

Was mir an Akku-Säbelsägen besonders gefällt, ist das geringere Gerätegewicht. Allerdings lassen sie sich nicht so spontan zum Einsatz bringen wie kabelgebundene Säbelsägen, da der Akku voll aufgeladen sein muss um sein volles Leistungspotential entfalten zu können.

Die zur Verfügung stehende Leistung ist maßgeblich vom Ladezustand des Akkumulators abhängig.

Vor- und Nachteile einer netzbetriebenen Säbelsäge

Ich bevorzuge eher die klassische Variante der Säbelsäge und die ist eben mit Netzbetrieb. Schwierig wird es nur, wenn im großflächigen Garten Äste zugeschnitten werden müssen, dann kann das Auslegen einer Kabeltrommel schon nerven. Richtig problematisch wird es dann, wenn überhaupt keine Steckdose in der Nähe ist.

Der Kabelsalat schränkt die Bewegungsfreiheit doch schon etwas ein. Allerdings haben Kabel-Säbelsägen viele Vorzüge die ich nicht missen möchte.

Vorteile:

Bietet mehr Power

Leistung unabhängig von Ladung

Größere Schnitttiefe

Nachteile:

Höheres Gewicht

Benötigt Steckdose

Eine netzbetriebene Säbelsäge sollte in der Regel deutlich mehr Leistung mitbringen als ein Akku-Gerät. Dadurch wirst Du wesentlich härtere Werkstoffe bearbeiten können.

FAQ zu Säbelsägen

Was bedeutet Hubhöhe?

Bei der Hubhöhe beziehungsweise Hublänge, handelt es sich um die Angabe wie weit sich das Sägeblatt in Millimetern bewegt.

Was bedeutet Hubzahl pro Minute?

Die Hubzahl gibt lediglich an, wie oft sich das Sägeblatt pro Minute nach vorn und wieder zurück bewegt. Sie wird in Umdrehungen pro Minute angegeben. Ist diese höher, lässt sich die Arbeit mit der Säbelsäge wesentlich schneller verrichten.

Kann ich eine Säbelsäge mieten?

Natürlich kannst Du eine Säbelsäge auch mieten. Baumärkte wie Obi, Hornbach und Hagebau bieten solche Tigersägen in der Regel recht günstig für einen oder mehrere Tage zum Vermieten an. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du die Säbelsäge nur kurz brauchst und nicht erst extra eine kaufen möchtest.

Wie schärfe ich die Sägeblätter einer Säbelsäge?

Sägeblätter nutzen sich mit der Zeit ab, vor allem dann wenn Metall und andere harte Werkstoffe bearbeitet werden. Es ist nicht sinnvoll die Sägeblätter zu schärfen, dafür ist der Aufwand und die Gefahr zu groß. Besser ist es, sie zu pflegen und dem Verschleiß entgegen zu wirken. Zum Beispiel durch eine gute Schmierung. Auf keinen Fall solltest Du zu lange am Stück arbeiten, da der Verschleiß dann wesentlich höher ist. Sollte sich das Sägeblatt ihrer Säbelsäge sehr häufig verkanten, muss es ausgetauscht werden.

Wie reinige ich eine Säbelsäge?

Die Reinigung einer Säbelsäge sollte nur im Ausnahmefall bei sehr hartnäckigem Schmutz mit einem feuchten Tuch durchgeführt werden, da sonst Flüssigkeit ins Gehäuse gelangen könnte. Ideal ist ein trockenes Mikrofasertuch, mit dem Du die Säbelsäge außen abwischst. Der Innenraum vom Motor lässt sich gut mit Druckluft durch die Öffnungen am Gehäuse reinigen.

Welche Säbelsäge eignet sich für Profis?

Als Profi solltest Du mit einem Netzgerät arbeiten um von der höheren Leistung profitieren zu können. Für fachgerechte und regelmäßige Nutzung ist eine Mindestleistung von 1.000 Watt sehr zu empfehlen. Die Hubhöhe ist meiner Meinung nach ebenfalls eine wichtige Größe. Bei der Profi Säbelsäge sind 25 Millimeter absolutes Minimum, besser sind 28 oder 30 mm. Einem professionellem Handwerker würde ich die Bosch Professional GSA 1100 E* oder diese Dewalt Säbelsäge* empfehlen.

Welche Säbelsäge eignet sich für Anfänger?

Einsteigergeräte die nur gelegentlich zum Einsatz kommen, haben in der Regel etwas weniger Leistung, zwischen 600 bis 800 Watt. Sie sind allerdings wesentlich günstiger, was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass sie auch eine schlechtere Qualität aufweisen. Ein gutes Gerät für Anfänger ist diese Einhell Säbelsäge*.