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Metabo KGS 216 M Test

Eine gute Kapp- und Gehrungssäge mit Zugfunktion, könnt ihr unglaublich vielseitig zum Einsatz bringen. Der einzige Nachteil ist der, dass eine solche Säge mehr Platz benötigt und ein etwas höheres Gewicht mit sich bringt.

Bei meiner Recherche, welche Kappsägen besonders häufig gekauft werden, bin ich unter anderem auf die Metabo KGS 216 M gestoßen. Welche Geräte ich außerdem noch getestet habe, könnt ihr im Kappsäge Test nachlesen. Dort findet ihr auch die besten Maschinen dieser Kategorie von Bosch und Einhell.

Topseller
Metabo KGS 216 M

Hohe Schnittleistung

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Präziser Schnittlaser

Absaugung/Späneauffangbeutel

Am meisten haben mir an dieser Säge der hohe Funktionsumfang und die starke Motorleistung gefallen. In den folgenden Abschnitten, könnt ihr den ausführlichen Bericht zum Metabo KGS 216 M Test nachlesen und anschließend entscheiden, ob diese Kappsäge zu euch passt oder nicht.

So habe ich getestet

Alle Kappsägen habe ich natürlich nach einem bestimmten Bewertungsschema getestet. Den großen Kappsäge Test findet ihr hier. Folgende Merkmale habe ich überprüft und getestet:

Optische Bewertung des Materialauswahl

Optische Bewertung der Materialverarbeitung

Beurteilung der Handhabung und Bedienung der Maschine

Qualitätsprüfung der Schnittgüte

Nachprüfen der max. Schnittbreite

Nachprüfen der max. Schnitttiefe

Test und Messung von Gehrungs- und Neigungswinkel

Da ich diese Kappsäge noch nicht so lange besitze, habe ich natürlich auch die Kundenbewertungen von anderen Shops mit einbezogen um Macken der Säge zu finden, die sich erst nach langer Nutzung bemerkbar machen. Insbesondere auf Amazon werdet ihr viele Rezensionen zur Metabo KGS 216 M finden.

Datenblatt

EINTRAGWERT
Gerät:Metabo KGS 216 M
Gerätetyp:Kappsäge
Nennleistung:1500 Watt
Gehrungswinkel Sägekopf:-47° bis 47°
Gehrungswinkel Sägetisch:-47° bis 47°
Leerlaufdrehzahl:5000 U/min
Mit ZugfunktionJa
Gerade Schnitte:305 mm x 65 mm
Gehrung:205 mm x 65 mm
Neigung:305 mm x 36 mm
Doppelgehrung:205 mm x 36 mm
Abmessungen:85 cm x 62 cm x 40 cm
Gewicht:14 kg
Werkzeugkoffer:Nein
Kreissägeblatt Nenn-Ø:216 mm
Kreissägeblatt Bohrungs-Ø:30 mm

Mein erster Eindruck

Beim ersten Anblick des Pakets das geliefert wurde, war ich zunächst über die Größe vom Karton überrascht.

Alles war ordentlich verpackt und es gab keine Gebrauchsspuren. Es handelte sich also um Neuware.

Die Metabo KGS 216 M stufe ich schon als ein Werkzeug ein, das ihr regelmäßg für professionelle Arbeitseinsätze verwenden könnt. Alleine schon beim Auspacken habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass es sich hier um eine sehr hochwertige Maschine handelt.

„Trotz des großen Kartons, ist die Kappsäge nur 76 x 34 x 47,5 cm groß. Natürlich ist sie größer als eine normale Kappsäge ohne Zugfunktion, aber der Platzbedarf hält sich im Vergleich zu anderen Kappsägen in Grenzen.“
 
– Samuel Heller, Chefredakteur

Die Metabo KGS 216 ist außerdem nicht zu leicht und nicht zu schwer. Sie bringt 14 kg auf die Waage, wodurch ein sicherer Stand gewährleistet ist, aber auch der Transport kein großes Problem darstellt. Ihr könnt sie mit 2 Händen von A nach B transportieren. Im Lieferumfang sind auch 2 Sägeblätter mit dabei.

Alle Bauteile der Konstruktion, sind besonders robust und stabil, ich habe auf den ersten Blick keine Schwachstellen feststellen können. Die meisten Elemente bestehen aus Metall, dessen Verarbeitung ist sehr gut, es gibt also keine überstehenden oder nicht entgratete scharfen Kanten.

Eine Sache die mich ein wenig stört: Im Lieferumfang war kein Koffer mit dabei, in den man die Metabo KGS 216 M Kappsäge verstauen könnte. Allerdings habe ich nach mehreren Tests nun festgestellt, dass das bei den meisten Kappsägen und Handkreissägen der Fall ist. Ihr müsst die Werkzeuge im Karton lagern.

Eine Sache die mir an diesem Werkzeug besonders gut gefällt, ist der Laser der Maschine. Er wird in Strichpunktform ausgegeben und markiert die Schnittlinie.

Der Laser lässt sich ebenso wie das Licht über einen extra Schalter zuschalten. Das Licht ist geteilt, so dass es ebenfalls die Schnittlinie markiert, allerdings ist die Unterteilung vom Werkzeuglicht etwas unscharf. Die Arbeitsstelle wird aber gut ausgeleuchtet, so könnt ihr mit der Metabo KGS 216 M auch in dunklen Räumen problemlos arbeiten.

Im Set ist ein Auffangbeutel für Sägespäne enthalten. Ihr könnt aber auch einen Staubsauger an die Metabo anschließen, wie ihr auf den Fotos unterhalb erkennen könnt.

„Kappsägen können echte Drecksschleudern sein und überall die Sägespäne in der Werkstatt verteilen, trotz Absaugung oder Staubbeutel. Das liegt an der Konstruktions- und Bauweise von Kappsägen. Ihr müsst euch also nach der Arbeit auf eine große Reinigungsaktion gefasst machen, oder ihr baut euch selbst ein zusätzliches Absaugsystem.“
 
– Samuel Heller, Chefredakteur

Mit der Metabo KGS 216 M könnt ihr präzise Gehrungen schneiden. Dafür lassen sich der Sägeteller und der Sägekopf jeweils im Winkel bis zu 45° verstellen. Über die Winkelanzeige am Sägeteller könnt ihr ablesen, mit welchem Winkel ihr das Material auf Gehrung sägt.

Wenn ihr doppelt auf Gehrung sägen wollt oder ein Brett an der Kopfseite auf Gehrung sägen müsst, dann kann dafür der Sägekopf der Metabo KGS 216 M geneigt werden.

Um die Winkelstellung des Sägekopfs verändern zu können, müsst ihr den Winkel mit der Vorrichtung hinter dem Sägekopf verstellen.

Das Werkstück darf beim Sägen auf keinen Fall verrutschen. Deshalb besitzen Kappsägen eine Spannvorrichtung um das Werkstück zu sichern. Die Alternative wäre, es mit einer Schraubzwinge festzumachen.

Natürlich besitzt die Metabo KGS 216 M auch einen Anschlag. Beim Zuschneiden, müsst ihr das Werkstück immer an die Anschlagschiene drücken. Wenn eine Kappsäge so eine Funktion nicht besitzt, könnt ihr euch einen Anschlag auch selber bauen.

Die Zugfunktion der Metabo KGS 216 M ermöglicht euch eine größere Schnittbreite im Vergleich zu anderen Kappsägen. Durch die Zugfunktion wird im Prinzip die Sägebreite verlängert. Ihr könnt mit der KGS 216 M deshalb auch größere Werkstücke sägen, da die Reichweite des Sägeblatts durch die Zugfunktion gesteigert werden kann.

Aufgrund der Zugfunktion, benötigt die Metabo KGS 216 M allerdings auch etwas mehr Platz als Kappsägen ohne diese Erweiterung. Das müsst ihr beim Transport, dem Aufstellen der Säge und der Lagerung beachten.

Über den Griff könnt ihr den Sägekopf entriegeln, den Motor starten und über/durch das Werkstück ziehen. Insgesamt scheint die Metabo KGS 216 M also sehr umfangreich zu sein.

Auf den ersten Blick haben mir diese Eigenschaften gefallen:

Hochwertige Verarbeitung

Stabile Konstruktion und Bauweise

Moderner Schnittlinienlaser und Arbeitslicht

Vielseitige Einstellungsmöglichkeiten

Simple Bedienung

Metabo KGS 216 M im Praxistest

Nachdem ich die Metabo KGS 216 M zum ersten Mal angeschaut habe, war ich gespannt, wie sich die Kappsäge in der Praxis beim Arbeitseinsatz schlägt. Zum Sägen mit dieser Maschine, stehen uns die folgenden 5 wichtigsten Leistungsmerkmale zur Verfügung:

Eine elektrische Leistung von 1.500 Watt

Sägeblatt mit 216 mm Durchmesser

65 mm x 305 mm max. Schnittleistung

Beidseitig schwenkbarer Sägetisch

Nach links neigbarer Sägekopf

Zunächst musste ich die Metabo KGS 216 M natürlich erst einmal für den Praxistest einsatzbereit machen.

Ich empfehle euch zuerst die Tischverbreiterung zu montieren. Dafür müsst ihr die beiden Elemente jeweils in die Führung schieben und danach mit dem Schraubenzieher und einer mitgelieferten Schraube festziehen.

Jetzt habt ihr genügend Spielraum um den Sägetisch verbreitern und größere Werkstücke auflegen zu können. Dafür müsst ihr einfach die Feststellschraube lockern, die beiden Elemente herausziehen und die Feststellschraube wieder anziehen. So bin ich zumindest vorgegangen.

Um sicher, präzise und effektiv mit der Metabo KGS 216 M sägen zu können, empfehle ich euch außerdem das mitgelieferte Spannwerkzeug (Materialklemme) zu verbauen.

Der Sägetisch sowie die Klemme selbst, besitzen jeweils eine Feststellschraube. Über einen Taster an der Materialklemme, könnt ihr den Klemmenarm durch gedrückt halten frei nach oben oder unten schieben, ohne die gewünschte Höhe ewig lang nach oben oder unten schrauben zu müssen.

Nachdem ich das Spannwerkzeug und die Tischverbreiterung angebracht hatte, wollte ich auch direkt testen, wie genau die angegebene Schnittkapazität mit der Realität übereinstimmt. Bosch gibt hier bei 0-Stellung, also wenn alle Winkel vom Sägeblatt bei 90° eingestellt sind, einen Wert von 65 mm x 305 mm an.

Zuerst habe ich die Schnitttiefe getestet. Die Messung der maximalen Schnitttiefe, musste natürlich auf der Seite vom Anschlag erfolgen. Dabei habe ich die 65 mm exakt erreicht:

Dann wollte ich natürlich wissen, ob die von Metabo angegebene Schnittbreite ebenfalls stimmt, diese sollte mindestens 305 mm betragen.

Beim Schnittbreitentest musste ich ein bisschen rechnen, da das Sägeblatt ja einen Radius und eine maximale Eintauchtiefe besitzt. Das verwendete Werkstück das ich für den Schnittbreitentest verwendet habe, ist lediglich 27 mm dick. Die Schnittlinie ist deshalb auch bedeutend länger geworden, als 305 mm.

Theoretisch hätte ich ein Werkstück nehmen müssen, das exakt 65 mm und nicht nur 27 mm dick ist und dann die Schnittlinie auf der Rückseite zur Messung nutzen müssen, da die angegebene Schnittbreite ja bei maximale Schnitttiefe gilt und diese beiden Werte zusammen die Schnittkapazität darstellen.

Von Metabo bin ich eigentlich ziemlich präzise arbeitende Werkzeuge gewohnt. Deshalb war ich gespannt, wie genau sich die Gehrungswinkel zuschneiden lassen.

Für den Test habe ich ein Parkettelement genutzt. Beim Gehrungstest vom Sägetisch kam ein Winkel von 45,10° raus. Die minimale Abweichung ist kaum der Rede wert und ist eventuell auch auf Messungenauigkeiten meinerseits zurückzuführen. Insgesamt kann ich also sagen, dass ihr mit dem Sägetisch der Metabo KGS 216 M zuverlässge Gehrungswinkel schneiden könnt.

Mein Interresse galt natürlich auch dem neigbaren Sägekopf. Der lässt sich nämlich ebenfalls im Winkel verstellen und ihr könnt dann sogar Doppelgehrungen sägen.

Im hinteren Bereich der Kappsäge, könnt ihr den Neigungswinkel vom Sägekopf einstellen. Dafür einfach den Hebel lösen, Sägekopf neigen und den Hebel wieder feststellen. Beachtet bitte, dass ihr zum Festspannen eures Werkstücks, die Spannschraube (Materialklemme) auf der anderen Seite, also rechts statt links anbringen müsst, da sonst der Sägekopf durch diese blockiert wird.

Ich habe kurz vor dem Test bemerkt, dass ich etwas fast vergessen habe. Um den maximalen Neigungswinkel ausnutzen zu können, müsst ihr nämlich den Anschlag nach links verschieben, damit das Sägeblatt nicht kollidiert.

Für die Anschlagschiene gibt es eine Feststellschraube. Diese müsst ihr lockern, dann die Schiene herausziehen und anschließend wieder festziehen. Nun kann sich das Sägeblatt im größten Neigungswinkel frei bewegen, ohne dass die Schiene im Weg ist.

Nachdem ich das erledigt hatte, gings an den Gehrungsschnitt. Mit geneigtem Sägekopf werdet ihr feststellen, dass sich das Material schneller erhitzt. Deswegen habe ich beim Test auch mit einem langsameren Vorschub gearbeitet.

Hier war der Winkel ein klein wenig ungenauer. Mit meinem digitalen Winkelmesser habe ich eine Abweichung von 0,5° gehabt. Auch das kann wieder auf Messungenauigkeiten zurückzuführen sein. Hinzu kommt, dass der Neigungswinkel nicht einrastet, sondern freies Spiel hat und nur festgezogen wird.

Für eine gute und saubere Schnittkante, sind hohe Drehzahlen die absolute Basis. Ihr könnt ein feines Sägeblatt haben aber eine viel zu geringe Drehzahl und eure Schnittergebnisse werden schlecht aussehen.

Bei Kappsägen sollten die Geräte im Leerlauf mindestens eine Drehzahl von 3.000 Umdrehungen pro Minute schaffen, damit gute Schnittkanten entstehen. Die Metabo KGS 216 M schafft 5.000 U/min im Leerlauf und beim Sägen bricht diese Drehzahl kaum ein, da die Maschine einen Anschlusswert von 1.500 Watt besitzt.

Auch der Vorschub spielt bei der Qualität eurer Schnittkanten eine große Rolle. Im Test konnte ich feststellen, dass die Metabo KGS 216 M gute aber keine überdurchschnittlichen Ergebnisse liefert. Es ist normal, dass die Schnittkante auf der Seite wo das Sägeblatt austritt, nicht so sauber ist wie auf der Eintrittsseite. Und genau das ist auch bei der Metabo KGS 216 M Kappsäge der Fall.

Besonders oberhalb gibt es überhaupt keine Fransen oder Fehler in der Schnittkante, jedoch ist die Schnittkante auf der Austrittsseite etwas ausgefranst. Ich empfehle euch bei der Arbeit mit dieser Kappsäge darauf zu achten, das die schlechte Seite eures Werkstücks der Austrittsseite vom Sägeblatt entspricht und unten aufliegt.

Im Leerlauf sollte eine gute Kappsäge bis zu 5.000 Umdrehungen in der Minute erreichen. Weniger als 3,000 Umdrehungen sind nicht empfehlenswert.

Bevor ich zum Fazit übergehe, möchte ich noch ein paar abschließende Worte zum Schnittlinienlaser loswerden. Mir ist nämlich aufgefallen, dass der sehr hochwertig und genau ist. Er trifft exakt die Mitte der Sägeblattbreite.

Er ist auch nicht zu hell oder zu dunkel und ihr erspart euch ständiges einzeichnen von Schnittlinien. Besonders bei größeren Projekten könnt ihr euch auf den Schnittlinienlaser der Metabo KGS 216 M verlassen, viel Arbeitszeit einsparen und den Vorgang erheblich beschleunigen, da ihr auch ohne vorzuzeichnen genau wisst, wo das Sägeblatt eintauchen wird.

Fazit zur Metabo KGS 216 M

Sicherlich kann ich die Metabo KGS 216 M jetzt nicht mit den vielfach teureren Modellen vergleichen. Die Qualität dieser Maschine ist aber ausreichend um sie auch als professioneller Handwerker regelmäßig nutzen und auf Arbeitseinsätze mitnehmen zu können.

Rund 200 € kostet die Metabo KGS 216 M und das ist für eine gute Kappsäge nicht besonders teuer. Bei dem Preis müsst ihr aber auch einfach Kompromisse eingehen. Die Bauweise der KGS 216 M an sich ist zwar hervorragend, aber der Spänesack ist ein Witz und der Saugerschlauch passt nicht richtig.

Außerdem ist das Schnittmuster auf der unteren Seite etwas unsauber, so müsst ihr darauf achten, welche Seite die gute und welche die schlechte ist. Dass die Schnittkanten beim Sägeblattaustritt unsauberer sind, ist auf der einen Seite auch normal, liegt aber auch am Sägeblatt der Metabo und das könnt ihr gegen ein feineres sowie hochwertigeres Blatt austauschen.

Vor dem ersten Einsatz solltet ihr euch auf jeden Fall genug Zeit nehmen, um die Kappsäge einzustellen und euch mit den Funktionen die dieses Modell zur Verfügung stellt, vertraut zu machen. Bitte lest auch unbedingt die Bedienungsanleitung!

Die Metabo KGS 216 M ist eine super Kappsäge, mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis und einer langen Lebensdauer. Wer kein Problem damit hat, die Werkstatt nach jedem Arbeitseinsatz zu reinigen und für besonders feine Schnittarbeiten ein feineres Sägeblatt einsetzt, für den ist die Metabo KGS 216 M eine gute Option.