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Stichsäge Test 2021: Die besten Modelle im Überblick

SAMUEL HELLER
Akt. 7. Mai 2021

Hier findet ihr eine Übersicht zu den besten Stichsägen.

Es gibt nur wenige Werkzeuge, die so nützlich und vielfältig einsetzbar sind wie die Stichsäge. Sie vereint eine Bügelsäge, ein feines Holzbearbeitungswerkzeug und eine grobschneidende Bausäge in einem elektrischen Gerät.

Du kannst mit der Stichsäge gerade, gebogene und abgeschrägte Schnitte durchführen, die von Hand nur schwer zu bewerkstelligen wären – wie zum Beispiel das Schneiden von quadratischen Aussparungen in eine Platte.

Im Stichsäge Test zeige ich Dir, welche Geräte ich tatsächlich bevorzuge und die im Test am besten abgeschnitten haben. Danach gehe ich im Ratgeber detailiert auf wichtige Fragen ein, die mir häufig gestellt werden.

Kurzüberblick

Für das Zuschneiden von Holzbrettern, Metallprofilen und Kunststoff ist die Stichsäge ideal geeignet.
Es gibt Akku-Stichsägen und netzbetriebene Geräte. Akku-Geräte besitzen weniger Leistung, haben dafür aber mehr Flexibilität zu bieten.
Das Sägeblatt sollte dem zu bearbeitendem Material angepasst sein. Sowohl die Geometrie der Verzahnung und das Sägeblattmaterial.

Stichsäge Test: Meine Favoriten

Ich habe mir ein paar der größten und stärksten Stichsägen angeschaut, die ich finden konnte. Bisher habe ich Dutzende Werkzeugtests durchgeführt, aber nur bei wenigen Sägen war das Rennen so knapp wie bei den Stichsägen.

Die Qualität der von mir getesteten Geräte, ist nämlich durch die Bank weg ziemlich gut und lässt kaum noch Wünsche offen.

Es handelt sich bei den Modellen um wirklich hochwertige Werkzeuge, die ausdauernd über einen ganzen Tag lang, professionelle Arbeit leisten. Vorausgesetzt man geht auch richtig mit den Stichsägen um!

Trotz der hohen Leistungsfähigkeit der Maschinen, haben sich ein paar Modelle als leistungsfähiger und benutzerfreundlicher erwiesen als andere. In den folgenden Abschnitten, stelle ich Dir kurz die 4 besten Geräte aus meiner Testreihe vor:

  • Allrounder Stichsäge
  • Beste Akku Stichsäge
  • Stichsäge mit besten Preis-/Leistungsverhältnis
  • Stichsäge mit Laser

Allrounder Stichsäge

Von allen Stichsägen hat mir die Bosch Stichsäge PST 900 PEL am besten gefallen. Sie besitzt eine elektronische Hubzahlvorwahl und –steuerung. Dadurch kannst Du Dich mit der Stichsäge noch genauer durch alle möglichen Materialien arbeiten.

Den Griff empfinde ich als sehr angenehm, die Stichsäge liegt dank dem Softgrip sehr gut in der Hand und die Vibrationen welche beim Sägen entstehen, werden so sehr gut ausgeglichen. Dadurch ist ein hohes Maß an Genauigkeit möglich, da Du nicht so leicht verrutschen kannst.

Allrounder
Bosch PST 900 PEL

Schnitttiefe bis zu 90 mm

Zuschaltbare Blasluftfunktion

Anschluss zur Staubabsaugung

Elektronische Hubzahlsteuerung

Werkzeugloser Sägeblattwechsel

Erfordert viel Feingefühl bei der Befestigung des Schlittens

Es gibt eine Blasluftfunktion um die Sägespäne am Schnitt wegblasen zu können. Sie lässt sich zu- und abschalten. Durch das Wegblasen der Späne hast Du auch immer einen freien Blick auf das Schnittgut, zusätzlich sorgt eine Power-LED für freie Sicht in dunklen Ecken.

Dank dem System von Bosch, lässt sich das Sägeblatt werkzeuglos wechseln. Das Austauschen vom Sägeblatt hat im Test nur einen kurzen Augenblick gedauert, so konnte ich schnell wieder weiter arbeiten.

Eine Sache die mir ebenfalls richtig gut gefällt, ist die Möglichkeit einen Staubsauger anzuschließen. Einen entsprechenden Anschluss für die Staubabsaugung besitzt diese Stichsäge.

Beste Akku-Stichsäge

Diese Bosch Akku Stichsäge entspricht dem was ich von einem Modell dieser Preisklasse erwarte. Zwar besitzt sie nur 12 V aber die sind interessanterweise vollkommen ausreichend.

Die Säge ist ziemlich stark, was für eine hohe Effizienz und Verarbeitung des Gerät spricht. Sowohl Geraden als auch Kurven sind mit dieser Stichsäge überhaupt kein problem.

Das Sägeblatt kannst Du ganz einfach werkzeuglos mit einem Hebel durchführen. Im Lieferumfang ist auch ein Gleitschuh enthalten um die Sägefläche vor Kratzern zu schützen.

Beste Akku Stichsäge
Bosch GST 12V-70

Schnitttiefe bis zu 70 mm

Auch für Neigungsschnitte

Sehr gute Handhabung

Kompakt und viel Leistung

Kein Gebläse

Eine Sache die mich etwas gestört hat im Test war, dass es leider kein Gebläse gibt, dafür aber einen komplizierten Absauganschluss, was nun mal typisch für Akku-Stichsägen ist, denn schließlich muss man ja Strom sparen.

Die feinen Späne bedecken leider den Schnitt und die Sicht ist dadurch enorm eingeschränkt wenn man nicht absaugt. Um aber absaugen zu können, muss die Absaughaube aufgesetzt werden, die sich jedoch innen ziemlich schnell mit Sägemehl zusetzt. Dadurch sieht man beim Sägen wieder nichts.

Die Sägeleistung ist überragend, das Gesamtsystem und das Preis-/Leistungsverhältnis ebenfalls, die Handhabung könnte etwas besser sein, allerdings habe ich für das Geld keine Stichsäge gefunden die mehr zu bieten hat als die von Bosch. Deshalb ist sie meiner Meinung nach die beste Akku Stichsäge.

Stichsäge mit dem besten Preis

Ob Du es glaubst oder nicht, ich habe tatsächlich eine Stichsäge gefunden, die Du für unter 30 € kaufen kannst und die fast genauso gute Arbeit liefert wie die teuren Modelle.

Bei der Einhell TC-JS 60/1 handelt es sich um eine netzbetriebene Stichsäge, mit der Du Werkstücke nicht nur sauber trennen, sondern auch Kurven und Muster ausschneiden kannst.

Top Preis-Leistung
Einhell TC-JS 80/1

Schnitttiefe bis zu 80 mm

Pendelhub in 4 Stufen verstellbar

Anschluss für Staubabsaugung

Schwenkbare Sägeschuh

Werkzeugloser Sägeblattwechsel

Keine Sägeblätter im Lieferumfang

Nicht für sehr dicke Platten

Die Leistung von 400 Watt sind ausreichend um das Sägeblatt kraftvoll, genau und präzise durch den Werkstoff arbeiten zu können. Die maximale Schnitttiefe liegt bei 60 mm, das trifft jedoch nur auf Holz zu, bei Metall sind es 6 Millimeter und 10 mm bei Kunststoff.

Das Gewicht der Einhell TC-JS 60/1 Säge ist sehr gut ausbalanciert, so kannst Du mit ihr vibrationsarm arbeiten, außerdem ist das Gesamtgewicht recht gering, wodurch diese Stichsäge ziemlich handlich und einfach zu bedienen ist.

Zudem kannst Du mit der Einhell Stichsäge sogar Gehrungsschnitte im Winkel zwischen -45° bis 45° durchführen.

Stichsäge mit Laser

Ich wollte unbedingt noch eine Stichsäge mit zusätzlichem Laser testen, weil ich finde, dass ein Laser bei Sägen sich immer bezahlt gemacht hat.

Leider musste ich bei meiner Recherche feststellen, dass es nicht so viele Stichsägen mit Laser-Funktion gibt. Und leider ist der Laser auch nicht so genau. Aber das Gerät hat enorm viel Power und das zu einem ziemlich günstigen Preis!

Günstig mit Laser
HYCHIKA Stichsäge

Schnitttiefe bis zu 110 mm

Pendelhub in 6 Stufen verstellbar

Laser für mehr Präzision

Gehrungsschnitte zwischen -45 °bis 45 °

Schnellspanner für Sägeblattwechsel

Laser ist etwas ungenau

Die HYCHIKA Stichsäge ist eine der wenigen Raritäten. Neben ihrer Laserfunktion hat mich ihre enorme Kraft beim Sägen besonders beeindruckt.

Es gibt insgesamt 6 verschiedene Geschwindigkeitsstufen. Du kannst die Hubzahl jedoch nicht stufenlos einstellen.

Außerdem kannst Du Gehrungsschnitte im Winkel zwischen -45° bis 45° durchführen.

Als wäre das nicht schon genug: Die Stichsäge gibt es sogar für unter 50 € und das bei der Leistung und einer sagenhaften Schnitttiefe in Holz von 110 mm!

Kaufkriterien

Die drei Faktoren, die für mich bei der Auswahl der besten Stichsägen am wichtigsten waren, sind:

  • 1. Solide Leistung: Eine Mischung aus aggressiven Schnitten und reibungslosem Betrieb.
  • 2. Überlegener Arbeitskomfort: Ein bequemer Griff und einfach zu bedienende Abzüge.
  • 3. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Gleichgewicht von angebotenen Funktionen/Leistung und Preis.

Als ich die Sägen unabhängig vom Preis betrachtete, gab es eine recht geringe Punktespanne zwischen den Top-Modellen, wobei die Bosch, Einhell und Makita die Nase vorn hatten.

Es war etwas einfacher, die beste Stichsäge zu wählen, wenn der Preis mit ins Spiel kam. So gut die Makita Stichsäge mit Akku im oberen Preissegment auch sein mag, ich glaube nicht, dass sie doppelt so gut ist wie die Bosch, die nur halb so viel kostet. Außerdem handelt es sich hierbei um ein akkubetriebenes Gerät!

Die Makita eine sehr gute Stichsäge, aber die Bosch hatte einen besseren Funktionsumfang und eine bessere Gesamtleistung für den Preis. Daher verdient sie meiner Meinung nach den ersten Platz.

Neben den für mich 3 wichtigsten Faktoren, gibt es einige bedeutende Kaufkriterien, die Du beachten solltest. Ich habe sie für Dich zusammengefasst aufgelistet:

  • Leistung
  • Hubzahl
  • Gewicht
  • Pendelhub
  • Griff
  • Abzug
  • Schnitttiefe
  • Klingensystem
  • Verstellbare Fußplatte
  • Staubabsaugung
  • Integrierte LED und Laser
  • Zusätzliche Features

Leistung

Mit Leistung meine ich die Nennlaufleistung, welche das Gerät maximal aufnehmen kann. Sie wird bei den Geräten in Watt angegeben und Du bekommst dadurch einen Eindruck von der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Stichsäge.

Diese schwankt stark von Gerät zu Gerät und den verschiedenen Herstellern. In der Regel liegt die Leistungsaufnahme aber in einem Bereich zwischen 350 bis 900 Watt.

Man kann ungefähr sagen, dass eine höhere Leistung für schnellere Arbeitsergebnisse sorgt, jedoch ist dieser Wert alleine nicht aussagekräftig genug um die tatsächliche Schnittleistung bewerten zu können. Pendelhub und Hubzahl sind ebenfalls sehr wichtige Größen, die eine wichtige Rolle spielen.

Hubzahl

Die Hubzahl gibt an, wie oft sich das Sägeblatt der Stichsäge pro Minute nach oben und unten bewegt. Sie wird in Umdrehungen pro Minute, also U/min angegeben. Hier habe ich festgestellt, dass die meisten Geräte bis zu 3000 Hübe pro Minute schaffen. Die Stichsäge von Bosch schafft sogar 3100 U/min und lässt sich ab 500 U/min regeln.

Bei der Recherche und im Stichsäge Test ist mir aufgefallen, dass sich die Hubzahl bei vielen Modellen einstellen lässt. Eine höhere Hubzahl führt automatisch dazu, dass Du Dich schneller durch das Material arbeiten kannst. Allerdings sorgt ein schnellerer Arbeitsfortschritt auch dafür, dass die Schnitte unpräzise und unsauber werden können, zumindest steigt die Wahrscheinlichkeit dafür.

Gewicht

Ist das Gewicht der Stichsäge zu hoch, wirst Du Dir beim Sägen schwer damit tun, einen genauen Schnitt hinzubekommen und ausdauernd mit dem Werkzeug arbeiten zu können. Ist die Säge zu schwer, musst Du außerdem zusätzlichen Druck aufbauen um die Säge beim Arbeiten vorwärts durch den Werkstoff führen zu können. Das kostet enorm viel Kraft und geht zu Lasten der Effizienz.

Auf der anderen Seite darf eine Stichsäge auch nicht zu leicht sein, da Du dann schnell mal abrutschen könntest. Demzufolge bin ich der Meinung, dass das Gewicht eine sehr große und bedeutende Rolle spielt. Außerdem sind die schwereren Geräte auch größer.

Pendelhub

Bei der normalen Stichsäge gibt es keinen Pendelhub, das bedeutet, das Sägeblatt bewegt sich nur in Hubrichtung, also nach oben und wieder nach unten.

Es gibt jedoch auch Stichsägen mit Pendelhubfunktion, sie werden auch Pendelhubstichsäge genannt. Bei diesen Modellen kommt noch eine weitere Bewegung dazu. Das Sägeblatt schwingt dabei nach vorne und wieder zurück, es „pendelt“ also.

Durch diese Pendelbewegung, wird das Sägeblatt nach vorne in den Werkstoff hineingedrückt, wenn sich das Sägeblatt nach oben bewegt und wieder nach hinten, wenn es sich nach unten bewegt. Dadurch musst Du weniger Kraft auf die Stichsäge ausüben, denn die Pendelhubsäge arbeitet sich ein Stück weit selbst durch das Material.

Jedoch bewirkt dieses Arbeitsprinzip auch, dass die Schnittkanten unsauber werden. Der wesentlich schnellere Sägefortschritt ist allerdings ein enormer Vorteil. Die Pendelhubfunktion ist also besonders dann für Deine Sägearbeiten geeignet, wenn Du grobe Schnitte in hoher Geschwindigkeit durchführen möchtest.

Die Pendelhubstichsäge ermöglicht außerdem ein eintauchen in das Werkstück, ohne am Rand ansetzen zu müssen. Dafür musst Du die Stichsäge nach vorne gekippt ansetzen. Beim Ausschneiden einer Spüle ist also kein Vorbohren mehr notwendig.

Griff

Ein guter Griff ist wichtig für den Arbeitskomfort. Außerdem ist ein fester Griff von hoher Bedeutung, um die Bewegung des Stichsäge beim Sägen unter Kontrolle zu haben.

Die meisten meiner getesteten Sägen, haben einen gummiartigen Überzug am Griff. Er fühlt sich weicher an als Hartplastik und dämpft sogar leicht die Vibrationen der Stichsäge.

Von den getesteten Sägen, passten die Griffe der Makita und der Bosch am besten zu meinen mittelgroßen Händen. Ich mochte auch die längeren Griffe an diesen Sägen, weil ihre Länge einen variablen Griff für verschiedene Arbeitspositionen ermöglicht.

Abzug

Breitere Abzüge beziehungsweise Schalter, bieten Dir mehr Griffmöglichkeiten und eine bessere Kontrolle über das Werkzeug, während schmalere Stichsägenabzüge beim Sägen eher unhandlich sind und schwer zu greifen sein können.

Deshalb bevorzuge ich im Allgemeinen einen breiteren Abzug, der eine Bedienung mit zwei Fingern ermöglicht, damit die Hände beim Arbeiten nicht so schnell ermüden. Breite Taster ermöglichen es Dir außerdem, Deine Hände in verschiedenen Positionen entlang des Werkzeuggriffs zu positionieren.

Besonders der komfortable, leichtgängige und breite Abzug der Makita Stichsäge hat mir gut gefallen.

Die Stichsägen die ich im Test hatte, haben alle eine Abzugssperre, so dass man den Abzug bei langen Schnitten nicht gedrückt halten muss.

Manche Stichsägen verfügen über einen variablen Auslöser, mit dem Du die Geschwindigkeit des Sägeblattes schrittweise bis zum Maximum erhöhen kannst. Dies ist nützlich, um die Stichsäge dem Material anzupassen.

Für sehr hartes und/oder leicht splitterndes Holz, sowie für Materialien, die zum Absplittern neigen, wie Fliesen und Kunststoffe, ist die Einstellung der Hubzahl ziemlich nützlich.

Schnitttiefe

Wie tief Du beim Schneiden mit einer Stichsäge in das Material eindringen kannst, hängt von der Schnitttiefe ab. Sie wird in der Regel in mm angegeben. Dadurch kannst Du herausfinden, bis zu welcher Materialstärke Du sägen kannst.

Die Angaben beziehen sich jedoch immer auf Holz. Die Schnitttiefen für Metall fallen deutlich geringer aus.

Stichsägen mit 80-100 mm reichen meistens aus, es gibt allerdings auch Geräte mit einer Schnitttiefe bis zu 150 mm. Mit diesen Modellen kannst Du dann auch besonders dicke Hölzer trennen.

Klingensystem

Ein Merkmal der Säge von Bosch ist eine spezielle Sägeblattführung, mit der ein sekundenschneller Sägeblattwechsel möglich ist. Außerdem dienen kleine Metallführungen dazu, das Sägeblatt zu stabilisieren und zu verhindern, dass es sich beim Schneiden durchbiegt.

Zum Wechseln muss einfach der Klingenfreigabehebel gezogen werden. Beim Test habe ich darauf geachtet, dass die innovativen Systeme was die Klingenhalterungen der einzelnen Hersteller angeht, sehr einfach zu bedienen sind und die Schnittleistung des Geräts beim Arbeiten verbessern.

Im Stichsäge Test haben alle Sägen über ein werkzeugloses System zum Sägeblattwechsel verfügt. Ich konnte den Wechsel sicher und einfach mit einem Hebel durchführen.

Verstellbare Fußplatte

Durch Das Einstellen vom Winkel der Fußplatte einer Stichsäge, kannst Du mit der Säge auch Gehrungsschnitte durchführen, zum Beispiel für die Kante eines Bilderrahmens oder einer dekorativen Tafel.

Die meisten Stichsägen besitzen solche kippbare Fußplatten. In der Regel haben die Sägen dafür einen Hebel, mit dem sich die Fußplatte einfach und schnell lösen und einstellen lässt.

Bei der PST 800 PEL von Bosch lässt sich der Winkel besonders einfach zwischen -45° bis 45° einstellen. Mir war beim Stichsäge Test wichtig, dass die Winkelverstellung werkzeuglos funktioniert, das war leider nicht bei allen Modellen der Fall. Für manche Stichsägen wird um den Winkel ändern zu können, ein Inbusschlüssel benötigt.

Natürlich benötigt die Verwendung eines Schlüssels mehr Zeit, aber auf der anderen Seite musst Du Dich fragen: Wie oft führst Du mit einer Stichsäge tatsächlich Gehrungsschnitte mit einer Stichsäge aus? Dafür sind Kappsägen mit Gehrungsfunktion besser geeignet.

Winkelarretierungen sind sehr nützlich, um häufig verwendete Neigungseinstellungen zu fixieren. Aber im Test musste ich feststellen, dass nicht alle Sägen den perfekten Winkel halten konnten, manchmal musste ich ein wenig herumprobieren, um den Winkel zur Fußplatte perfekt so einstellen zu können, wie ich es mir gewünscht hatte. Am Genauesten konnte ich die Einstellungen mit der Bosch Stichsäge vornehmen.

Staubabsaugung

Nachdem ich mittlerweile viele Werkzeuge getestet und auch einiges über die Staubabsaugung geschrieben habe, bin ich ein großer Verfechter der eingebauten Staubabsaugung bei tragbaren Elektrowerkzeugen.

Die Bosch Stichsäge und auch die von Einhellt, wird mit einem Anschluss für die Spanabsaugung geliefert. Der Kunststoffanschluss befindet sich hinten an der Fußplatte der Säge. Dort wird ein Absaugsystem oder ein Staubsauger befestigt. In der Regel nimmt man einen Staubsaugerschlauch mit kleinem Durchmesser. Sowohl die Bosch als auch die Stichsäge von Einhell, sammelten die Späne effektiv ein

Eine alternative Möglichkeit, Sägespäne aus der Schnittlinie zu entfernen ist, sie einfach wegzublasen. Alle Stichsägen verfügen über ein Gebläse, das die vom Motorlüfter kanalisierte Luft nutzt, um den Staub direkt vor dem Sägeblatt wegzublasen.

Die Gebläse aller Sägen leisten gute Arbeit, außer bei der Makita Stichsäge, deren Luftstrom eher träge ist. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass es sich um ein Akku-Modell handelt.

Das Abschalten oder Verringern des Luftstroms ist wünschenswert, wenn Du in Deinem Haus arbeiten möchtest und nicht überall die Sägespäne herumfliegen sollen. Auf jeden Fall solltest Du eine Schutzbrille aufsetzen!

Integrierte LED und Laser

Ein eingebautes Licht ist besonders bei einer Stichsäge willkommen, da der ausladende Körper dazu neigt, einen Schatten im Bereich wo gesägt wird zu werfen.

Interessanterweise musste ich feststellen, dass nur sehr wenige Geräte eine Lampe besitzen. Besonders bei den teuren Modellen ist keine LED mit dabei, was ich sehr verwunderlich finde, weil eine LED ja nun wirklich nicht die Welt kostet.

Die HYCHIKA ist die einzige Stichsäge die ich getestet habe, welche einen Laser für die Schnittführung besitzt.

Sie ermöglicht dadurch einen exakten und professionellen Schnitt. Diese Funktion finde ich besonders für Anfänger interessant. Als geübter Stichsägenprofi wirst Du den Laser allerdings nicht unbedingt brauchen um genau arbeiten zu können.

Zusätzliche Features

Stichsägen besitzen sehr umfangreiche Funktionen und Extras, welche ich weiterführend in diesem Abschnitt erläutern werde.

Im Lieferumfang der Stichsäge von Bosch ist eine transparente Kunststoffschuhabdeckung enthalten. Diese dünne, glatte Kunststoffabdeckung wird über die Fußplatte des Geräts geschoben und ermöglicht Dir, empfindliche Materialien wie zum Beispiel dekorative Furniere, Kunststoffe oder Arbeitsplatten zu sägen, ohne Angst vor Kratzern haben zu müssen.

Fast alle derzeit erhältlichen Stichsägen werden mit einem kleinen Kunststoff-Antisplitter-Einsatz geliefert, der sehr nützlich ist, wenn man splitteranfällige Materialien wie zum Beispiel Sperrholz schneidet.

Um das kleine Zubehörteil zu nutzen, lass es in die Fußplatte einrasten, esumschließt den Bereich direkt um das Sägeblatt, ähnlich wie eine spielfreie Stichplatte bei einer Tischsäge.

Diese Einsätze helfen wirklich, die Splitterbildung zu reduzieren, und ich empfehle, sie bei feinen Schnitten in splitteranfälligen Hölzern und Sperrholz sowie Materialien mit empfindlicher Oberfläche, zu verwenden.

Die meisten Stichsägen werden außerdem mit einem Kunststoff-Werkzeugkoffer geliefert. Die Säge von Bosch besitzt einen besonders hochwertigen Koffer, der sich perfekt für Lagerung und zum Transport eignet.

Eine interessante Funktion die ich bei Stichsägen auch noch gesehen hatte, war ein trennbares Netzkabel. Zwar hat keine meiner getesteten Stichsägen diese Funktion, allerdings habe ich eine solche gesehen.

Durch das Trennen vom Kabel am Gehäuse, lässt sich die Stichsäge wesentlich einfacher verstauen. Falls es mal zu einem Kabelbruch kommt, kann das Kabel außerdem einfach ausgetauscht werden.

Welche Arten von Stichsägen gibt es?

Es gibt da garnicht so viele Kategorien. Im Prinzip wird in 3 Varianten unterschieden. Im Shop hast Du die Auswahl zwischen:
  • Akku-Stichsäge
  • Netzbetriebene Stichsäge mit Kabel
  • Pendelhubstichsäge
Natürlich gibt es auch Pendelhubstichsägen mit Akku. Im Prinzip würde ich jedoch die Stichsäge in diese 3 Kategorien einordnen. Viele elektrische Werkzeuge die ich mittlerweile getestet habe, besitzen 2 grundlegend verschiedene Antriebsarten: Mit Akku und mit Kabel. Im folgenden Abschnitt gehe ich auf die Vor- und Nachteile der Varianten ein. Du musst allerdings selbst entscheiden, welches Modell für deine Arbeit am besten geeignet ist.

Akku-Stichsäge

Stichsägen mit Akku müssen nicht an eine Steckdose angeschlossen werden und haben deshalb den Vorteil, an schwer zugänglichen Stellen zum Einsatz zu kommen, wo kein Stromanschluss in der Nähe ist.

Auf der Baustelle wäre das zum Beispiel auf dem Dach eines Hauses oder einer großen freien Fläche ohne Steckdose.

Vorteile:

Sehr mobil

Hohe Flexibilität

Zugang zu schwierigen Stellen

Kein Kabel

Nachteile:

Geringere Leistung

Laufzeit durch Akku begrenzt

Akku muss geladen werden

Vor dem Kauf empfehle ich Dir genau zu überlegen, wie und wo Du die Stichsäge einsetzen möchtest. Vielleicht ist ja eine Akkustichsäge genau das passende Modell für dich.

Besonders wenn Du auf eine hohe Mobilität angewiesen bist und flexibel arbeiten möchtest, ohne dass ein störendes Kabel Dich behindert, ist ein Akku-Gerät sinnvoll.

Möchtest Du eine Akku-Stichsäge kaufen, empfehle ich Dir unbedingt darauf zu achten, ob das Gerät mit oder ohne Akku geliefert wird. Bei Herstellerserien wie zum Beispiel von Makita, lassen sich die Akkus verschiedener Geräte oftmals untereinander tauschen.

So kannst Du den gleichen Akku für mehrere Geräte einer Serie nutzen und wenn Du bereits ein Gerät zu Hause hast sparen. Jedoch rate ich trotzdem dazu einen weiteren Akku zu kaufen um einen Ersatz zu haben.

Durch den Akku ist außerdem auch die Laufzeit begrenzt. Ist kein Saft mehr da, dann war es das und Du musst ihn tauschen oder erst einmal aufladen.

Netzbetriebene Stichsägen

Eine netzbetriebene Stichsäge sollte Deine erste Wahl sein, wenn Du Dir sicher bist immer eine Steckdose in der Nähe zu haben und auf Leistung nicht verzichten möchtest.

Außerdem ist es wichtig vor dem Kauf zu wissen, ob Du längere Arbeitszeiten für Dein Vorhaben mit der Stichsäge benötigst.

In diesem Fall solltest Du ebenfalls zur Stichsäge mit Netzbetrieb greifen! Besonders deshalb, weil die Einsatzzeit durch den Akku begrenzt ist und weil der Arbeitsfortschritt mit einer netzbetriebenen Stichsäge deutlich schneller vorangeht.

Du musst die Stichsäge einfach an eine Steckdose stecken und kannst direkt loslegen. Die Arbeit lässt sich ohne Unterbrechungen durchführen.

Allerdings empfinde ich das Kabel als ziemlich störend, bei anderen elektrischen Werkzeugen ist es mir auch schon mal passiert, dass ich das Kabel ausversehen durchgeschnitten habe.

Auch mit einer Stichsäge geschieht es besonders schnell, dass das Kabel zwischen das Sägeblatt rutscht.

Welche Sägeblätter gibt es für eine Stichsäge?

Die Wahl des Sägeblatts macht einen großen Unterschied in der Leistung und Schnittqualität Deiner Stichsäge.

Zunächst solltest Du Dich fragen, ob Du für Deine Stichsäge ein T- oder U-Blatt benötigst.

Damit meine ich die Art, wie das Blatt in Deiner Säge befestigt ist. Bei älteren Stichsägen und auch bei besonders preisgünstigen Geräten, kommt ein U-förmiger (universeller) Blattzapfen zur Sicherung des Sägeblatts zum Einsatz.

Bei den meisten neueren Stichsägen, sind jedoch T-förmige Zapfen verbaut, um einen werkzeuglosen Sägeblattwechsel gewährleisten zu können.

Bei der U-förmigen Variante, drückt ein Gewindestift gegen die Seite des Universalsägeblattes oder ragt in eine darin enthaltene Bohrung. Ein T-Schaft ist wesentlich stabiler und damit auch sicherer. Außerdem bietet diese Version eine viel größere Auswahl an Blättern.

Die richtige Blattlänge

Des Weiteren musst Du die Blattlänge ermitteln, welche Du für Dein Vorhaben mindestens benötigst. Damit Du die optimale Blattlänge herausbekommst, musst den Durchmesser von Deinem Werkstück messen, addiere dann nochmal etwa 2 cm dazu.

Material des Sägeblattes

In der Regel produzieren die Hersteller verschiedene Sägeblätter in vier verschiedenen Varianten., um alle Arten von Material zu schneiden zu können.

Du solltest also am besten genau wissen, welches Material Du bearbeiten möchtest. Die Sägeblätter selbst unterscheiden sich sowohl im Material, als auch in der Verzahnung.

Einige Sägeblatttypen schneiden mehr als eine Art von Material, und einige Materialien können von mehr als nur einer Sägeblattsorte geschnitten werden.

Zum Schneiden von Holz oder Kunststoff, solltest Du ein Blatt aus kohlenstoffreichen Stahl (HCS) verwenden. Dieser weichere und auch günstigere Stahl kann zwar schneller stumpf werden, ist aber wesentlich flexibler und eignet sich deshalb auch besonders gut für das Schneiden von weichem Material.

Sägeblätter aus Schnellarbeitsstahl (HSS) eignen sich hervorragend zum Schneiden von Nichteisenmetallen und Acrylglas. Sie sind sehr stabil und besitzen eine zusätzliche Steifigkeit, was für diese Materialien von Vorteil ist, allerding kann es mit diesen Blättern zu mehr Sägeblattbrüchen kommen als mit den HCS-Blättern.

Wähle Bimetallklingen (BIM) zum Sägen von Holz, Metall und Laminaten. Diese Klingen kombinieren die Flexibilität von HCS mit der Langlebigkeit von HSS, wodurch sie nicht so schnell brechen. Obwohl sie teurer sind, halten sie in der Regel länger als HCS- und HSS-Sägeblätter.

Für besonders harte Arbeiten, wie zum Beispiel wenn Du durch eingebettete Nägel oder Metall sägen möchtest, verwenden ein Sägeblatt mit Wolframkarbid.

Es handelt sich hierbei um zahnlose Sägeblätter mit einer Wolframkarbid-Körnung an der Kante. Sie eignen sich perfekt um Glas, Betonplatten, Ziegel und Fliesen mit der Stichsäge zu bearbeiten.

Die Zähne vom Sägeblatt der Stichsäge

Die Anzahl der Zähne pro Zoll (tpi) bestimmt die Geschwindigkeit, mit der Du das Blatt effizient zum Einsatz bringen kannst.

Sägeblätter mit niedrigem TPI-Wert schneiden aggressiv und hinterlässt eine raue Kante. Sägeblätter mit einer TPI zwischen 10-24, erzeugen deutlich glattere Schnitte, aber die Arbeit geht dann deutlich langsamer voran.

Zum Schneiden von Holz empfehle ich eine Klinge mit 6-10 tpi. Der etwas größere Spanabstand sorgt dafür, dass Sägespäne beim Sägen leichter entfernt werden können.

Beim Sägen von Metall- oder Kunststoffplatten, ist eine höhere Zahnzahl und eine langsamere Schnittgeschwindigkeit erforderlich.

Ein 6-tpi-Sägeblatt schneidet schneller, produziert aber mehr Ausrisse und damit ein unsaubereres Schnittbild als ein 10-tpi-Sägeblatt.

Schränkung der Zähne

Die Schränkung der Zähne des Sägeblatts, kann sich ebenfalls auf die Schnittqualität auswirken, und die Hersteller stellen sie auf zwei Arten ein.

Bei den geschränkten Versionen, sind die Zähne zu abwechselnden Seiten hin gebogen, um eine breitere Schnittfuge zu erzeugen.

Außerdem gibt es noch die gefrästen Zähne, welche eine ausgeprägte Schränkung aufweisen. Diese Schränkung trägt dazu bei, dass die Klinge schneller schneidet und die Klinge langsamer verschleißt.

Deshalb halten gefräste Zähne länger wenn sie in dichtem Material eingesetzt werden als andere Sägeblattzähne. Allerdings hinterlässt die Schränkung eine rauere Schnittfläche.

Sägeblätter für bestimmte Materialien

Unabhängig von all den beschriebenen Faktoren, gibt es auch Sägeblätter, welche speziell für das Sägen von bestimmten Materialien entwickelt worden sind.

Manche Sägeblätter sind für besonders weiche Materialien wie Leder, Kork und Schaumstoffisolierungen gut geeignet. Diamantschleifblätter schneiden durch harte Materialien wie Glas und Granit.

Kaufst Du ein Sägeblatt mit nach unten weisenden Zähnen, schneidet der Gegenzahn beim Abwärtshub, was zu einem splitterfreien Schnitt auf der Oberseite führt. Besonders sinnvoll ist das beim Sägen von Laminat.

FAQ – Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Stichsäge

Wie funktioniert eine Stichsäge?

Mittlerweile gibt es eine ganze Menge an Stichsägen auf dem Markt. Grundlegend wird unterschieden zwischen Akku-Stichsägen und netzbetriebenen Geräten.

Das Sägeblatt wird eingespannt und bewegt sich hubförmig auf uund ab. Dadurch wird das Werkstück getrennt. Mit der Stichsäge lassen sich sehr präzise Schnitte durchführen, dafür ist meistens eine Führungsrolle angebracht.

Es lassen sich verschiedene Materialien mit der Stichsäge bearbeiten. Allen voran natürlich Holz, häufig in der Form von Brettern oder Platten.

Außerdem kannst Du auch Kunststoff und Metall mit der Stichsäge zuschneiden. Allerdings solltest Du beachten, dass die maximale Schnitttiefe für Metall deutlich geringer ist als angegeben, diese gilt für Holz!

Für verschiedene Materialien gibt es natürlich wie bei den meisten anderen Sägearten auch, unterschiedliche Sägeblätter. Sie sind verschieden lang, dick und breit. Manchmal gibt es auch spezielle und außergewöhnliche Einsätze, zum Beispiel für das Feilen oder dem Raspeln.

Leider sind die Aufnahmen der unterschiedlichen Hersteller verschieden. Es gibt zum Beispiel den Universalschaft und den T-Schaft. So lässt sich zum Beispiel ein Sägeblatt von Makita nicht für eine Einhell Stichsäge zum Einsatz bringen.

Es gibt aber auch Ausnahmefälle, in denen die Sägeblätter miteinander kompatibel sind.

Damit Ausrisse auf der oberen Fläche vermieden werden können, empfehle ich ein Stichsägeblatt mit umgekehrter Verzahnung zu verwenden. Dadurch können diese maximal auf der unteren Fläche entstehen.

Manche Modelle besitzen auch einen Laser als Orientierung, um exakter sägen zu können. Bisher habe ich jedoch nur ein Gerät mit Laser getestet.

Um mit einer Stichsäge einen sauberen geraden Schnitt ausführen zu können, gibt es eine Fußplatte, die sich an das Werkstück anschmiegt. Dadurch arbeitet das Sägeblatt in seiner Führung im Winkel von 90° zum Werkstoff.

Bei einigen Modellen lässt sich die Fußplatte im Winkel zwischen -45° bis +45° verstellen um auch Gehrungsschnitte ausführen zu können.

Welche Vorteile und Nachteile haben Stichsägen?

Die Stichsäge wurde speziell dafür entwickelt, um die Effizienz beim Schneiden von Platten zu erhöhen. Da das elektrische Werkzeug einfach zu bedienen ist, kannst Du mit der Stichsäge auch unabhängig von Deiner Erfahrung leicht umgehen und tolle Ergebnisse produzieren.

Die Säge sitzt auf der Oberfläche des Werkstücks das geschnitten werden soll auf, so dass Du keine große Kraftanstrengung aufwenden musst, um sie in Position zu halten.

Die Schutzvorrichtungen sorgen dafür, dass Finger und Hände von der Klinge fern bleiben. Dadurch wird die Stichsäge zu einem besonders sicherem Werkzeug. Auch das Wechseln der Klingen ist kinderleicht.

Wenn das Sägeblatt richtig eingestellt ist, kannst Du mit der Stichsäge problemlos durch Holz verschiedener Stärken und Härtegrade schneiden. Sie eignet sich auch für besonders harte Oberflächen wie Stahl, Glasfaser und sogar Trockenbauwände, vorausgesetzt Du besitzt das richtige Sägeblatt.

Die hohe Funktionsvielfalt macht die Stichsäge zu einer echten Bereicherung in Deiner Werkstatt und lässt so manch andere Säge alt aussehen.

Stichsägen sind so konstruiert, dass Du mit ihnen effizient geschwungene Schnittlinien und Schrägschnitte erzeugen kannst.

Dabei sind auch komplizierte Formen möglich, da das Werkzeug bis zu einem Winkel von 45° abgewinkelt werden kann. So kannst Du auch Gehrungen erzeugen, wie mit einer Gehrungssäge.

Die hohe Funktionsvielfalt macht dieses Gerät zu einer tollen praktischen Säge, die sich für ausgefallene Holzprojekte, die besonders designlastig sind eignet.

Meiner Meinung nach ist sie sehr gut für Anfänger geeignet, die sich an größere Werkzeuge wie zum Beispiel Kreissägen noch nicht heranwagen möchten.

Mittlerweile gibt es ja sogar Akku-Stichsägen. Da man mit diesen Geräten kabellos arbeiten kann, ist das Sägen von aufwendige Kurven wesentlich einfacher. Die Akku Stichsäge unterstützt aufgrund ihrer Flexibilität, besonders die Arbeiten auf engstem Raum.

Natürlich gibt es auch einige Nachteile im Vergleich zu den üblichen Sägen. Aufgrund der Sägeblattlänge, ist die Stichsäge hinsichtlich der maximalen Schnitttiefe natürlich begrenzt.

Deshalb empfehle ich Dir, Deine Stichsäge hinsichtlich der Schnitttiefe, beziehungsweise der Materialstärke Deines zu bearbeitenden Werkstoffs zu wählen.

Mir ist im Vergleich zu anderen Sägen auch aufgefallen, dass die Stichsäge auch noch einige weitere Nachteile was die Arbeitsqualität betrifft, mit sich bringt. Besonders dicke Werkstücke sind nicht so leicht zu trennen.

Da das Sägeblatt nur oberhalb in der Aufhängung geführt wird, kann es sich im unteren Bereich schnell verbiegen. Das führt zu einem unsauberen Schnitt von Werkstücken mit einer großen Materialstärke.

Zum Trennen von dicken Werkstoffen, benutze ich deshalb lieber eine Kappsäge oder eine Handkreissäge. Das Sägeblatt ist dicker und aufgrund der Geometrie auch viel stabiler. Große Kappsägen besitzen außerdem auch eine bedeutend größere Schnitttiefe.

Auch allgemein betrachtet, franst das Werkstück beim Sägen mit einer Stichsäge schneller aus, besonders auf der oberen Seite von der aus Du schneidest.

Das lässt sich zwar mit einem Sägeblatt mit umgekehrter Verzahnung vermeiden, jedoch ist die Schnittqualität im Allgemeinen etwas schlechter als ich es von anderen elektrischen Sägen gewohnt bin.

Vorteile:

Für runde und kurvige Schnitte

Gewinkelte Schnitte um Ecken

Tauchschnitte

Flexibel einsatzfähig

Gut für Anfänger geeignet

Leichte Handhabung

Nachteile:

Werkstücke fransen aus

Kleine Schnitttiefe

Ineffizient für lange und gerade Schnitte

Schlecht zum Schneiden von dicken Brettern

Wie schneide ich mit einer Stichsäge richtig?

Meine Stichsäge liegt oft monatelang nur herum und sammelt eine ganze Menge Staub an.

Aber wenn ich plötzlich ein kompliziertes Muster für ein Bastelprojekt ausschneiden oder in eine Arbeitsplatte für eine neue Küche sägen muss, um eine Spüle zu installieren, dann sind das Arbeiten die ich liebend gerne mit meiner Stichsäge durchführe.

Auch für das Ausschneiden von dünnen Fliesen oder Metall benutze ich sie manchmal. Innerhalb weniger Minuten lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

In diesem Abschnitt erkläre ich Dir kurz, wie Du mit Deiner Stichsäge hervorragende Ergebnisse beim Sägen erzielen kannst.

Wie so oft, hängt das richtige Schneiden wieder von mehreren Faktoren ab: Dem manuellen Vorschub, dem Wahl des richtigen Sägeblattes und dem Pendelhub des Gerätes.

Je exakter diese Faktoren auf das zu sägende Material abgestimmt sind, desto präziser und genauer wird der Schnitt. Außerdem wird der Sägevorgang dadurch viel flüssiger und leichter. Du tust Dir beim der Arbeit also wesentlich leichter.

Achte für einen präzisen und geraden Schnitt deshalb besonders auf die Wahl des passenden Sägeblattes. Bei vielen Sägetypen gibt es Universalsägeblätter, diese halte ich für Stichsägen eher als ungeeignet.

Halte den Sägeschuh eben auf der Oberfläche vom Werkstück. Möchtest Du einen sauberen Schnitt durchführen, solltest Du den Sägeschuh fest auf das Werkstück drücken, wobei das Sägeblatt noch nicht an der Schnittkante anliegt.

Starte erst danach den Motor und führe dann das Sägeblatt an das Werkstück heran, bis es sich in den Werkstoff arbeitet. Bewege die Stichsäge immer in einem Tempo vorwärts, das es dem Sägeblatt ermöglicht, den Werkstoff zu sägen, ohne dass es sich dabei durchbiegt.

Verwende für schnelle Schnitte eine gröbere Klinge. Beachte dabei jedoch, dass je gröber die Klinge ist, desto mehr musst Du später nacharbeiten.

Wie schneide ich runde Schnitte mit einer Stichsäge?

Verhindere unbedingt, dass das Sägeblatt an engen Kurven klemmt, indem Du Entlastungsschnitte durchführst. Besonders bei sehr engen Rundungen musst Du sie machen.

Du solltest sie im Abstand von etwa 10 mm durchführen, um durch das Wegfallen vom Ausschnitt das Sägeblatt zu entlasten. Insgesamt wirkt sich dieses Vorgehen sehr positiv auf ein sauberes Schnittbild aus.

Um die Entlastungsschnitte durchführen zu können, ist es für Dein Projekt wahrscheinlich am Einfachsten, wenn Du nicht vom Rand aus sägen musst. Dafür musst Du einen Tauchschnitt durchführen.

Mit einer Pendelhubstichsäge ist das ziemlich einfach, mit ihr kannst Du einfach von oben in das Material einstechen.

Besitzt Deine Stichsäge keinen Pendelhub, dann muss Du ein Loch vorbohren, damit Du mit dem Sägeblatt in das Werkstück eintauchen kannst.

Achte beim Kurvenschnitt auch genau darauf, wie Du das Sägeblatt hältst. Es ist am besten, wenn Du es so greifst, dass Du mit der Hand möglichst weit vorne am Sägeblatt bist. So kannst Du die Stichsäge exakter an der Kurve entlang führen.

Wie wechsle ich das Sägeblatt einer Stichsäge?

Um das Sägeblatt Deiner Stichsäge zu trennen, solltest Du sie zunächst von der Stromquelle entfernen, also entweder den Akku ausbauen oder den Netzstecker ziehen!

Anschließend solltest Du Blenden und Schutzbügel entfernen.

Kannst Du das Sägeblatt werkzeuglos wechseln, dann löse nun den Hebel oder nutze das passende Werkzeug dafür.

Entferne nun das alte Sägeblatt und setze das neue in die Haltevorrichtung ein. Achte dabei darauf, dass die Zähle nach vorne zeigen.

Das Sägeblatt musst Du nun bis nach oben in die Halterung einführen. Dass Du am Anschlag bist, hörst Du an einem „Klick“ wenn es sich um einen werkzeuglosen Wechsel handelt.

Befestige mit dem Werkzeug das Sägeblatt, falls es keinen werkzeuglosen Wechsel gibt.

Nun kannst Du wieder alle Bügel und Blenden installieren.

Mache danach einen Probeschnitt und prüfe genau, ob Dir beim Sägeblattwechsel kein Fehler unterlaufen ist und das Sägeblatt auch wirklich richtig in der Halterung sitzt.

Welche Hersteller von Stichsägen gibt es?

Es gibt eine ganze Menge an Herstellern von Stichsägen, allerdings hatte ich leider nicht alle im Stichsäge Test mit dabei weil es eben so viele sind.

Fast alle mir bekannten Elektronikwerkzeug-Hersteller bieten auch Stichsägen an und haben oftmals sogar Akku-Stichsägen mit im Sortiment.

Was kostet eine Stichsäge?

Die Stichsäge gibt es in vielen verschiedenen Preisklassen. Besonders günstige Geräte sind gut dafür geeignet um nur ab und zu zum Einsatz zu kommen. Diese Modelle gibt es schon ab einem Preis von etwa 30 €.

Hochwertigere Geräte wie zum Beispiel Profi-Stichsägen, werden ab einem 3-stelligen Geldbetrag gehandelt. Beim Kauf einiger Stichsägen ist mir aufgefallen, dass besonders die Akkustichsägen wesentlich teurer sind als die normalen Stichsägen.

Wo kann ich eine Stichsäge kaufen?

Mittlerweile bin ich ein echter Freund von Online-Käufen, es gibt die Stichsäge aber auch im großen Sortiment in fast allen Baumärkten die ich so kenne.

Bisher ist mir kein Baumarkt untergekommen, wo die Stichsäge nicht vertreten ist.

Allerdings hast Du im Online-Shop eine wesentlich größere Auswahl zur Verfügung und hast die technischen Daten kompakt und übersichtlich zusammengefasst dargestellt.

So kannst Du die Produkte besser miteinander vergleichen und dementsprechend eine bessere Kaufentscheidung treffen.